In Zeiten der Verzweiflung wächst das Bedürfnis nach Orientierung: wir rufen eine kosmische Intelligenz an, suchen nach Antworten in den Sternen. Subjektive Erfahrung richtet sich auf das Lesen von Zeichen, von Mustern, auf die Suche einer Instanz, die mehr weiß als wir selbst.
Meine aktuelle künstlerische Forschung setzt genau in dieser Zone an: an der Schnittstelle von Intuition, Imagination und dem, was gemeinhin als metaphysisch oder okkult bezeichnet wird. Ausgangspunkt ist die Frage: Woher kommt Eingebung? In welchem Verhältnis stehen kognitive Prozesse, Körper und mögliche Formen eines ,Außen‘?
So absolviere ich aktuell Ausbildung zum Medium und erweitere so meine bislang vor allem materiell und körperlich orientierte Praxis um eine Untersuchung immaterieller und nicht sichtbarer Dimensionen.
Ich verstehe die Ausbildung dabei nicht als Aneignung eines stabilen Wissenssystems, sondern als experimentelle, performative Versuchsanordnung, in der ich mich mit der Möglichkeit befasse, mit unsichtbaren, metaphysischen Ebenen in Kontakt zu treten und Praktiken des Empfangens, Übersetzens und Weitergebens erprobe.
Die Figur des Mediums sehe ich in diesem Zusammenhang als eine Art Grenzfigur, die die Stabilität des autonomen Subjekts ebenso infrage stellt wie die Eindeutigkeit von Autorschaft. Die Ambivalenz des Esoterischen – zwischen Erkenntnisversprechen und Ungewissheit – begreife ich dabei als künstlerisches Forschungsfeld, als ein Dispositiv, das zwischen Projektion, Intuition und „dem Anderen“ schwingt.
Meine malerische Arbeit operiert bereits an dieser Schwelle von Sichtbarkeit, Entzug und dem Prozesshaften. Die Verwendung transparenter, großformatiger Bildträger destabilisiert die klassischen Parameter des Bildes – insbesondere seine Geschlossenheit und seine zeitlich-räumliche Fixierung. Transparenz ermöglicht Überlagerungen von Form und Farbe sowie die Umkehr von Vorder- und Rückseite.
Der Malprozess selbst, geprägt durch Bewegung, übergroßen Maßstab und Fragilität der Materialien, ist Kontrollverlust und körperliches Geschehen: ein Streicheln, Schieben, Umkreisen oder auch Rempeln.
Ausgehend von dieser Praxis und der Annahme, dass es das eine, abgeschlossene Bild nicht gibt, stellt sich mir neuerdings die Frage: Wie kann Malerei auf Phänomene reagieren, die jenseits des unmittelbar Sichtbaren oder materiell Fassbaren liegen? Und: Was haben die Geistwesen zu sagen?
Sie finden mein künstlerisches Schaffen und weitere Informationen zu meiner Arbeit auf Instagram.
Sarah Loibl studierte Freie Kunst an der Universität der Künste Berlin (2011–2017) und der Tama Art University Tokio (2015)
Preise & Stipendien
2019
2017
2015
2022
2021
Seit 2018
2013
Außerdem Nominierung für den Meisterschülerpreis des Präsidenten (2017), den Ars-Viva-Preis (2020) sowie den Marianne-Werefkin-Preis (2022)
2025
2022
2018–2021
2017/2023
2021/2023
2017
Ausstellungen (Auswahl)
2026
2025
2024
2023
2022
2021
2020
2019
2018
2017
2016
2015
Publikationen
2022
2020
2019
2018
2017
Coming Soon …
Inhaltlich Verantwortliche gemäß § 55 Abs. 2 RStV
Sarah Loibl, Sprengelstr. 2, 13353 Berlin, Deutschland, 0049 17681987172
Die Fotos wurden von Thomas Bruns, Valerie Schmidt, Paula Winkler, Riccardo Malberti, Alexander Gehring, Sebastian Schobbert, Marcus Schneider, Andrea Fumagalli und Bodo Schlack erstellt.
Die auf dieser Website veröffentlichten Inhalte und Werke unterliegen dem Urheberrecht der Bundesrepublik Deutschland. Jede Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung oder sonstige Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechts bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung der jeweiligen Urheber. Bitte kontaktieren Sie hierfür die VG Bild-Kunst.
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Meine aktuelle künstlerische Forschung setzt genau in dieser Zone an: an der Schnittstelle von Intuition, Imagination und dem, was gemeinhin als metaphysisch oder okkult bezeichnet wird. Ausgangspunkt ist die Frage: Woher kommt Eingebung? In welchem Verhältnis stehen kognitive Prozesse, Körper und mögliche Formen eines ,Außen‘?
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Meine malerische Arbeit operiert bereits an dieser Schwelle von Sichtbarkeit, Entzug und dem Prozesshaften. Die Verwendung transparenter, großformatiger Bildträger destabilisiert die klassischen Parameter des Bildes – insbesondere seine Geschlossenheit und seine zeitlich-räumliche Fixierung. Transparenz ermöglicht Überlagerungen von Form und Farbe sowie die Umkehr von Vorder- und Rückseite.
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Publikationen
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